UND MORGEN SEID IHR TOT von Michael Steiner eröffnet das 17. Zurich Film Festival

24. August 2021

Michael Steiners Geiseldrama ist einer der mit grösster Spannung erwarteten Schweizer Filme seit langem: Nun eröffnet UND MORGEN SEID IHR TOT das 17. Zurich Film Festival. Am 23. September findet in Anwesenheit von Bundespräsident Guy Parmelin und der Zürcher Stadtpräsidentin Corine Mauch die Weltpremiere des Films über zwei Schweizer Taliban-Geiseln statt. Es ist die erste Vorstellung im neuen Kongresshaus, der neusten Spielstätte des ZFF, mit über 1200 Sitzplätzen.

Sven Schelker und Morgane Ferru (vorne) in Michael Steiners aktuellem Geiseldrama © Buena Vista International

Michael Steiner ist zurück: Nach SENNENTUNTSCHI und WOLKENBRUCH präsentiert der Schweizer Erfolgsregisseur auch sein neues Werk, das Geiseldrama UND MORGEN SEID IHR TOT, am Zurich Film Festival (ZFF). Mit dem Eröffnungsfilm unterstreicht das ZFF sein Engagement zugunsten des Schweizer Filmschaffens. Der Film könnte aktueller nicht sein: Während die Taliban in Afghanistan die Macht an sich gerissen haben, ruft uns Steiner die schier unglaubliche Geschichte von Daniela Widmer (Morgane Ferru) und David Och (Sven Schelker) in Erinnerung: Das Schweizer Paar wurde 2011 auf einer Reise in Pakistan entführt und fiel in die Hände der Gotteskrieger. Die Geschichte hielt die Schweiz in Atem. Acht Monate mussten die beiden in Geiselhaft ausharren, bis ihnen spektakulär die Flucht gelang.

«Michael Steiner versteht sich wie kein zweiter Schweizer Regisseur auf ein Autorenkino mit grossem Publikumsappeal», sagt Artistic Director Christian Jungen. «Mit seinem neuen Film, seinem stärksten bisher, beweist er internationales Format. Mich erinnert der Film an Kathryn Bigelows Thriller ZERO DARK THIRTY über die Jagd auf Osama bin Laden.»

«Es ist eine grosse Ehre als erster Regisseur zum zweiten Mal das ZFF eröffnen zu dürfen», betont Steiner, dessen Horrorgeschichte SENNENTUNTSCHI 2010 der Opening-Film des Festivals war. Eine ganz andere Horrorstory hat Steiner diesmal umgesetzt: Der in Indien, Spanien und in der Schweiz gedrehte Film versetzt sich in die Perspektive von Entführungsopfern der Taliban: Er schildert ebenso einnehmend wie einfühlsam die dramatische Geschichte von Daniela Widmer und David Och, die sich den Traum einer Reise entlang der alten Seidenstrasse durch Pakistan erfüllen wollten, unterwegs entführt, ins kriegerische Waziristan verschleppt und den Taliban übergeben wurden. Kaum jemand rechnete damit, dass sie lebend rauskämen. Nie zuvor hatten es Zivilisten geschafft, aus den Fängen der Taliban zu entkommen – doch den beiden Schweizern gelang das scheinbar Unmögliche.

Regisseur Michael Steiner 2018 an der Premiere von WOLKENBRUCH am ZFF © Getty Images

«Ich bin ein Storyteller und hier wollte ich einen persönlichen Einblick in das Schicksal der beiden Geiseln Daniela Widmer und David Och geben, sodass die Zuschauerinnen und Zuschauer die Zusammenhänge verstehen», sagt Steiner.

Widmer und Och werden anwesend sein bei der Weltpremiere am ZFF. Der Film basiert auf ihrem gleichnamigen Erfahrungsbericht, erschienen 2013 im DuMont Buchverlag.

UND MORGEN SEID IHR TOT – eine Produktion von Zodiac Pictures Ltd in Koproduktion mit MMC Zodiac, SRF und Blue – wurde unterstützt von dem Bundesamt für Kultur, der Zürcher Filmstiftung, der SRG SSR, den Kantonen St.Gallen und Luzern sowie Suissimage. Im Verleih von The Walt Disney Company (Switzerland) startet der Film am 28. Oktober 2021 in den Schweizer Kinos. Die Weltpremiere findet am Donnerstag, 23. September, in Anwesenheit von Cast und Crew im neuen Kongresshaus statt, sowie leicht zeitversetzt als öffentliche Vorstellung im Kino Corso. Tickets können ab dem 13. September bezogen werden.

Das vollständige Programm des 17. Zurich Film Festival wird am Donnerstag, dem 9. September, ab 12 Uhr auf der Webseite veröffentlicht. Zudem ist es auf der offiziellen Festival-App Tribo einsehbar, wo auch ein persönliches Festivalprogramm zusammengestellt werden kann. Der Ticketverkauf startet am Montag, den 13. September, ab 12 Uhr. 


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