Ehrengäste

 

Golden Icon Award: Glenn Close

Seit nunmehr 40 Jahren glänzt die amerikanische Charakterdarstellerin Glenn Close auf der Kinoleinwand, im Fernsehen und auf der Theaterbühne. Am New Yorker Broadway avancierte sie ab Mitte der 1970er Jahre zu einer festen Schauspielgrösse und erhielt insgesamt drei Tony-Awards. Bereits ihre erste Filmrolle in THE WORLD ACCORDING TO GARP (1982) brachte ihr eine Oscar-Nomination ein. Im Laufe ihrer Karriere, die von starken, intriganten, aber auch verletzlichen Frauenfiguren wie in FATAL ATTRACTION (1987) oder DANGEROUS LIAISONS (1988) und auch von einer überzeugenden Männerfigur ALBERT NOBBS (2011) geprägt ist, erhielt Close insgesamt sagenhafte sechs Oscar- und zwölf Golden-Globe-Nominierungen. Für ihre fesselnde Darstellung der Top-Anwältin Patty Hewes in der Fernsehserie DAMAGES gewann Close in Folge zwei Emmys als Beste Schauspielerin sowie einen Golden Globe. Ebenso wurde sie für THE LION IN WINTER (2005) mit dem Golden Globe als Beste Schauspielerin ausgezeichnet. Auch für ihre Gesangskünste bekannt, zählt die 70-Jährige zu den wandlungsfähigsten Schauspielerinnen der Gegenwart. Sie ist zudem Mitbegründerin von „Bring Change 2 Mind“, einer Wohltätigkeitsorganisation, die sich gegen die Diskriminierung psychisch erkrankter Menschen einsetzt. Glenn Close erhält den Golden Icon Award des ZFF am Sonntag, 1. Oktober, im Kino Corso. Sie stellt anschliessend ihren neusten Film THE WIFE vor. Das ZFF zeigt 12 ihrer wichtigsten Werke im Rahmen einer Retrospektive.

 

 

A Tribute To ... Award: Rob Reiner

Nicht nur als Regisseur, sondern auch als Schauspieler, Autor und Produzent hat Robert Reiner das amerikanische Kino der vergangenen 40 Jahre nachhaltig geprägt. Der umtriebige und vielseitige New Yorker versteht es, die Freiheit innerhalb der klassischen Genre-Konventionen bis aufs Letzte auszuloten. Seine ersten Erfolge konnte Reiner mit der urkomischen Mockumentary THIS IS SPINAL TAP (1984) sowie mit der Stephen-King-Adaption STAND BY ME (1986) feiern. Von da an ging Reiners Karriere steil bergauf: Filme wie THE PRINCESS BRIDE (1987), WHEN HARRY MET SALLY ... (1989) oder A FEW GOOD MEN (1992), der übrigens in Zusammenarbeit mit Drehbuchautor Aaron Sorkin entstand, wurden zu Klassikern der Filmgeschichte und brachten Reiner neben einer Oscar-Nomination unzählige weitere Preise ein. Reiner und seine Frau Michele sind zudem Gründungsmitglieder der American Foundation for Equal Rights. In jüngster Zeit war Reiner am ZFF mit der Komödie AND SO IT GOES (2014) sowie mit dem ungewöhnlichen Präsidentenfilm LBJ (2016) in der Reihe Gala Premieren vertreten. Dieses Jahr präsentiert er in Zürich die Weltpremiere seines starbesetzten Polit-Dramas SHOCK AND AWE. Rob Reiner nimmt den A Tribute to … Award am 30.9. im Kino Corso entgegen. Zu Ehren des Regisseurs zeigt das ZFF eine Auswahl von sechs Filmen in einer kleinen Retrospektive.

 

 

Career Achievement Award: Aaron Sorkin

Bekannt für rasante und messerscharfe Dialoge, ist Aaron Sorkin einer der versiertesten und gefragtesten Drehbuchautoren der Gegenwart. Den ersten Schritt in diese Richtung unternahm der gebürtige New Yorker als Theaterautor mit seinem dritten Stück A FEW GOOD MEN. Es wurde mehr als ein Jahr am Broadway aufgeführt, unter der Regie von Rob Reiner mit Tom Cruise und Jack Nicholson in den Hauptrollen für das Kino adaptiert und erhielt in der Folge vier Oscar-Nominierungen. Bald kamen Drehbücher für Filme wie MALICE (1993) und THE AMERICAN PRESIDENT (1995) hinzu. Die Arbeit an der politischen TV-Serie THE WEST WING (1999-2003) war es, die Sorkin mit vier Emmy-Auszeichnungen erste wichtige Preise für sein Werk bescherte. Mit CHARLIE WILSON’S WAR (2007) und THE SOCIAL NETWORK (2010), das Sorkin einen Oscar sowie einen Golden Globe einbrachte, meldete er sich im Kino zurück. MONEYBALL (2011) wurde für acht Oscars nominiert und STEVE JOBS (2015) brachte ihm einen Golden Globe für das Beste Drehbuch ein. Aaron Sorkin nimmt den Career Achievement Award am 4. Oktober im Kino Corso entgegen, bevor er dem Zürcher Publikum sein Erstlingswerk als Regisseur, MOLLY’S GAME (2017), vorstellt. Zu Ehren des Filmemachers zeigt das ZFF eine fünf Filme umfassende Retrospektive.

 

 

Golden Eye Award: Andrew Garfield

Der Film- und Theaterschauspieler Andrew Garfield überzeugt durch seine unglaubliche Wandlungsfähigkeit, die er zuletzt in Mel Gibsons HACKSAW RIDGE als Feldarzt Desmond T. Doss unter Beweis stellte. Eine Rolle, die ihm eine Oscar-, eine Golden Globe und eine BAFTA Nomination einbrachte. Im selben Jahr übernahm er zudem die Hauptrolle in Martin Scorseses Herzensprojekt SILENCE. Besonders bekannt wurde er jedoch als Nachfolger Tobey Maguires in THE AMAZING SPIDER-MAN (2012) und der Fortsetzung, die zusammengenommen etwa 1,5 Milliarden Dollar einspielten. Für seine Rolle in THE SOCIAL NETWORK wurde er für den Golden Globe nominiert. Zudem spielte er in Terry Gilliams THE IMAGINARIUM OF DR. PARNASSUS (ZFF 2009), Spike Jonzes I’M HERE (2010) oder Mark Romaneks NEVER LET ME GO (2010). 2012 feierte er an der Seite Philip Seymour-Hoffmans sein Broadway-Debut in „Death Of a Salesman“ wofür er mit dem Tony-Award nominiert wurde. Seinen jüngsten Film BREATHE wird er gemeinsam mit Regisseur Andy Serkis am Freitag, dem 6. Oktober als Gala-Premiere am ZFF präsentieren. Am selben Abend wird er mit dem Golden Eye Award für seine schauspielerische Arbeit geehrt.

 

 

Golden Eye Award: Jake Gyllenhaal

Jake Gyllenhaal ist einer der versiertesten und wandelbarsten Schauspieler des gegenwärtigen amerikanischen Kinos. Sowohl für seine Rollen in Independent- als auch Studio-Produktionen wurde er mehrfach ausgezeichnet. So erhielt er beispielsweise für seine Rolle in Ang Lees BROKEBACK MOUNTAIN (2005) eine Oscar-Nominierung und gewann einen BAFTA-Award. Mit LOVE & OTHER DRUGS (2010) und NIGHTCRAWLER (ZFF 2014) wurde er jeweils für einen Golden Globe und zahlreiche weitere Preise nominiert. Zu seinen wichtigsten Credits gehören auch die Rollen in END OF WATCH (ZFF 2012) von David Ayer, PRISONERS (ZFF 2013) und ENEMY (2013) von Denis Villeneuve, JARHEAD (2005) von Sam Mendes oder ZODIAC (2007) von David Fincher. Auch in der Amazon-Produktion OKJA, die dieses Jahr in Cannes Premiere feierte und im vielumjubelten NOCTURNAL ANIMALS (2016), der in Venedig prämiert wurde, beindruckte der Schauspieler. 2014 feierte er zudem mit “Constellations” von Nick Payne sein Debut am Broadway und trat mit der Encores-Produktion “Little Shop of Horrors” zugleich seine erste Musical-Rolle an. Am 3. Oktober wird er seinen neuen Film STRONGER am ZFF persönlich vorstellen. Am selben Abend wird er mit dem Golden Eye Award des ZFF ausgezeichnet.