Jury Internationaler Dokumentarfilmwettbewerb

 

Jennifer Fox, Regisseurin, Produzentin, Kamerafrau

Jennifer Fox

Jennifer Fox ist als Regisseurin, Produzentin und Kamerafrau international gefragt. Ihr Erstling BEIRUT: THE LAST HOME MOVIE (1987) wurde in über 20 Ländern gezeigt und mehrfach ausgezeichnet, u.a. als bester Dokumentarfilm am Sundance Festival 1988. Die Serie AN AMERICAN LOVE STORY, bei der sie für Produktion, Regie und Kamera verantwortlich zeichnete, wurde 1999 von der „New York Times“ und anderen Publikationen unter die Top Ten-Serien des Jahres eingereiht. Jennifer Fox‘ Sechsteiler FLYING CONFESSIONS OF A FREE WOMAN feierte 2006 am Internationalen Dokumentarfilm Festival Amsterdam (IDFA) Premiere. Für das Südafrikanische Fernsehen produzierte sie PROJECT TEN: REAL STORIES FROM A FREE SOUTH AFRICA. An ihrem jüngsten Werk, MY REINCARNATION, das einen tibetischen Meister im Exil und seinen Sohn in den Mittelpunkt stellt, hat sie während zwanzig Jahren gearbeitet.

Mark Lewis, Regisseur, Drehbuchautor, Produzent

Mark Lewis

Der in Sydney geborene Mark Lewis hat nach seinem Ökonomiestudium eine Ausbildung als Regisseur an der Australian Film School absolviert. Er hat das Sub-Genre „witzige Natur-Dokumentarfilme“ geprägt und thematisiert in seinen Filmen die komplexen und bisweilen amüsanten Beziehungen zwischen Mensch und Tier. Mit seinem Markenzeichen – der mit Ironie unterfütterten Vermittlung der Fakten - bringt er den Zuschauer dazu, seine Attitüde gegenüber kleinen und grossen Tieren zu überdenken. Dabei befasst er sich auch intensiv mit einem der sonderbarsten Lebewesen: dem Menschen. Dem Publikum wurde er mit Filmen wie CANE TOADS: AN UNNATURAL HISTORY (1988), THE WONDERFUL WORLD OF DOGS (1990) und THE NATURAL HISTORY OF CHICKEN (2000) zu einem Begriff. Seine Werke brachten ihm zahlreiche Preise ein, u.a. drei Emmys und einen British Academy Award, sowie eine Nomination der Directors Guild of America.

Chris Paine, Regisseur, Produzent

Chris Paine

Der US-Amerikaner Chris Paine – Mitbegründer von Mondo-tronics, das die Mars-Mission Pathfinder der NASA mit Robotern ausrüstete und Initiant des Online-Dienstes Internet Outfitters - machte 2006 mit dem Dokumentarfilm WHO KILLED THE ELECTRIC CAR? auf sich aufmerksam. Der Film zeichnet die Neuentwicklung von Elektroautos in Kalifornien und das Scheitern dieses Projekts nach. Paine war vorher als Produzent für Mark Neales Dokumentarfilme ASTER (über den MotoGP, 2003) und NO MAPS FOR THESE TERRITORIES (über den Science-Fiction-Autor William Gibson, 2000) tätig gewesen und hatte Michael Tolkin bei THE NEW AGE (1994) assistiert. Für 2011 sind REVENGE OF THE ELECTRIC CAR sowie CHARGE! geplant, ein Film über ein Elektromotorrad-Rennen auf der Isle of Man. In den letzten Monaten hat Paine ein die Ölkatastrophen in den Südstaaten thematisierendes „Narrative War Room“-Projekt ins Leben gerufen.

Nenad Puhovski, Regisseur, Produzent

Nenad Puhovski

Der 1949 im kroatischen Zagreb geborene Nenad Puhovski studierte Soziologie und Philosophie, parallel dazu Film- und Fernsehregie. Bereits als Jugendlicher holte er sich zahlreiche Preise, den ersten im Alter von fünfzehn Jahren. In seinen Dokumentarfilmen DEAD HARBOUR (1976) und BORDERLINE OF HUNGER (1994) fokussiert er auf soziale Probleme. Ein weiterer Schwerpunkt ist die bildende Kunst (u.a. IN QUEST OF SUTEJ, 1981). 1996 gründete Puhovski Factum, das bald zur einflussreichsten kroatischen Dokumentarfilmschmiede avancierte. Mit ZagrebDox stellte er 2004 ein einzigartiges Dokumentarfilm-Festival auf die Beine. Puhovski ist Gründer und Leiter des Masterprogramms Regie und Produktion von Dokumentarfilmen an der Academy for Drama Arts in Zagreb und als Jurymitglied weltweit gefragt. 2009 erhielt er den EDN Award für seinen umfassenden Beitrag zum Dokumentarfilmschaffen in Europa.

Heidi Specogna, Regisseurin

Heidi Specogna

Die 1959 in Biel geborene Heidi Specogna besuchte die Journalistenschule in Zürich und arbeitete für diverse Deutschschweizer Medien. Von 1982 bis1988 studierte sie an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin. Seit 2003 ist sie Dozentin für Dokumentarfilm an der Filmakademie Ludwigsburg. Einen thematischen Schwerpunkt ihres Schaffens bildet Lateinamerika. In ihrem Dokumentarfilm TANIA LA GUERILLERA (1991) porträtiert sie die bolivianische Guerilla-Kämpferin Tamara Bunke, TUPAMAROS (1996) setzt sich mit der gleichnamigen Guerillabewegung aus Uruguay auseinander, die 1985 zur politischen Partei mutierte. Specogna wurde u.a. mit dem Schweizer Filmpreis, dem Coral-Award am Festival Internacional del Nuevo Cine Latinoamericano in Havanna sowie dem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnet und war für den Deutschen Filmpreis nominiert. Sie ist Mitglied der Schweizer und der Deutschen Filmakademie.