Land of the Free Programm 2017

von Camilla Magid Internationaler Dokumentarfilm / Wettbewerb

South Central, Los Angeles. Nach 24 Jahren Gefängnis hofft Brian auf einen Neuanfang: Das Internet will er kennenlernen, einen Führerausweis machen, Arbeit, vielleicht sogar eine Freundin finden. Jede Woche besucht der charismatische 42-Jährige eine Selbsthilfegruppe mit Menschen, die wie er den Wiedereinstieg suchen: Der 18-jährige Juan ist auf Bewährung draussen, doch ob er von den Drogen und seiner früheren Gang ablassen kann, weiss er selbst noch nicht. Derweil versucht Cezanne, die eben aus dem Knast entlassen wurde, das Vertrauen ihres Sohnes Gianni wiederzugewinnen. Armut, dunkler Vergangenheit und schwieriger Perspektiven zum Trotz sind diese Ex-Häftlinge entschlossen, sich ein neues, würdiges Leben in Freiheit aufzubauen. Camilla Magid hat die Protagonisten über 2 Jahre hinweg begleitet.




Zeit Ort

Mo. 02. Okt. 20:00* Arthouse Piccadilly Planer

Di. 03. Okt. 20:15* Corso 2 Planer

Fr. 06. Okt. 21:00 Riffraff 3 Planer

So. 08. Okt. 17:30 Corso 2 Planer

  • In Anwesenheit von
  • Genre: DOK: Gesellschaft & Mensch
  • Land, Jahr: Dänemark, Finnland, 2017
  • Länge: 92 Min
  • Sprachen: Englisch
  • Untertitel: Englisch, Deutsch
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  • Regie: Camilla Magid
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  • Drehbuch: Camilla Magid, Stine Fischer Christensen
  • Kamera: Consuelo Althouse
  • Schnitt: Rasmus Stensgaard Madsen
  • Musik: Manoj Ramdas
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  • Produzenten: Heidi Elise Christensen, Signe Byrge Sørensen
  • Co-Produzent: Elli Toivoniemi
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  • Produktionsfirmen: Final Cut for Real ApS, Tuffi Films
  • Weltvertrieb: DR Sales
  • http://www.finalcutforreal.dk/land-of-the-free/
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4 Reviews

review
Semi Other, 1 Monat her

sehr sehr ... reingessenen und schon kam der apsann. eine autenzität sondergleichen, mal ist voll im leben mit den protoagonisten und gleichzeitig als beobachter geschützt dabei. der film ist für zwei stunden eine befreiung aus dem eigenen geistig und körperlichen gefängis. die auswertung des filmaterial aus 2 Jahren einfach genial, nie zuviel und nie zuwenig. universales kunstwerk, es wird eine konkrete lebensituation von 3 menschen gezeigt, die anscheinend partikular, aber genau durch die präsise und atemraubende darstellung als Universal und Nachsprürbar.


Roger S (rs), 1 Monat her

Der Film beeindruckt, berührt und porträtiert Brian (42), Juan (18) und Gianni (7) aus South Central, Los Angeles. Die Filmemacherin Camilla Magid hat ihr Leben über zwei Jahre lang verfolgt und aus über 200 Std. Filmmaterial eine unglaubliche Intimität mit den drei Protagonisten erreicht.

«Land of the Free» macht bewusst, wie leicht sich das Leben in die falsche Richtung wenden kann, aber auch, wie neue Hoffnung in etwas Einfachem gefunden werden kann (wie ein Becher Starbucks Kaffee). Speziell beeindruckt hat mich das entstandene Porträt von Brian, der gerade nach 24 Jahren Gefängnis in eine für ihn neue und veränderte Welt entlassen wurde.
Der Film zeigt auch die psychologischen Auswirkungen eines Strafvollzugssystems, das sich eher auf Strafen als auf Prävention und Rehabilitation konzentriert.

Positiv erwähnen möchte ich auch die Arbeit von Filmkomponist Manoj Ramdas. Der dezent gehaltene Sound entfaltet vor allem mit den Kamerafahrten durch die heruntergekommenen Gebiete von South Central (LA) seinen besonderen Reiz.

Die in Kopenhagen geborene Camilla Magid hat mit «Land of the Free» bereits den Nordic DOX Award (CPH:DOX 2017) gewonnen und ist nach dem Film für eine Q&A anwesend.


Erich Schwarz, 1 Monat her

Unbedingt sehenswert mit drei wunderbaren Protagonistengruppen.


Adhideb Ghosh, 1 Monat her