Happy End

von Michael Haneke Gala Premieren

Was passiert, wenn man einem Hamster Antidepressiva ins Futter mischt? Es gibt ein HAPPY END – fragt sich nur, aus wessen Perspektive. Willkommen im genauso bösartigen wie faszinierenden Universum von Regisseur Michael Haneke. In einer grossen Villa im nordfranzösischen Calais residiert der grummelige Patriarch Georges Laurent mit seiner Mehrgenerationen-Familie. Seine zielstrebige Tochter Anne hat die Leitung des Familienbetriebs übernommen, während Sohn Thomas sich hier eben erst mit neuer Frau und Baby eingerichtet hat. Ein marrokanisches Ehepaar sorgt für die Bedienung. Trotz den grossen Räumen gibt es im Hause Laurent nicht viel Platz für Emotionen. So ist es auch eher familiäre Pflicht als Nächstenliebe, dass Eve, Thomas’ 13-jährige Tochter aus erster Ehe, aufgenommen wird, als ihre Mutter überraschend stirbt. Doch bald findet Eve einen unerwarteten Verbündeten … HAPPY END gibt Einblick in die gut versteckten Abgründe einer grossbürgerlichen Familie.


  • Genre: Familiendrama
  • Land, Jahr: Österreich, Frankreich, Deutschland, 2017
  • Länge: 110 Min
  • Sprachen: Französisch
  • Untertitel: Deutsch
  •  
  • Regie: Michael Haneke
  • Besetzung: Jean-Louis Trintignant, Isabelle Huppert, Mathieu Kassovitz, Fantine Harduin, Franz Rogowski
  •  
  • Drehbuch: Michael Haneke
  • Kamera: Christian Berger
  • Schnitt: Monika Willi
  • Ton: Guillaume Sciama
  •  
  • Produzenten: Margaret Ménégoz, Stefan Arndt, Veit Heiduschka, Michael Katz
  •  
  • Produktionsfirmen: Les Films du Losange, X Filme Creative Pool GmbH, wega Filmproduktionsges.m.b.h
  • Weltvertrieb: Les Films du Losange
  • CH-Verleih: Filmcoopi Zürich AG
Weitere Infos anzeigen

Zu Watchlist hinzufügen

Tags

2 Reviews

review
mark hofstetter, 2 Monate her

Der Film beginnt mit einem hochformatig fullscreen handy video. Die 13 jährige Eve filmt ihre Mutter bei der Abendtoilette und kommentiert die Handlung im Chat gleich on screen. Ständig werden im Film elektronische Geräte verwendet zur zwischenmenschlichen Kommunkation. Oft geht es um Wunschvorstellungen. Gespräche in mündlicher Form gelingen nicht, werden abgewürgt oder versanden. Die wahren Probleme werden so nicht angepackt. Ob das Ende nun ein böses ist oder eine Erlösung: Jedenfalls wird es von Eve wieder mit dem Handy gefilmt. Was ist der Unterschied, wenn man eine Handlung als Videoclip erlebt oder als Live-Zzschauer vor Ort. Was bedeutet es für die Seele, wenn man immer häufiger vor allem eine digital auffezeichnete Realität sieht, erlebt? Es ist natürlich klar, dass man von Haneke zu diesem Thema keinen Wohlfühlfilm bekommt. Die knapp erzählte Story ist gut und passt, ich bin aber irgendwie dennoch etwas draussen geblieben, hat mich der Film nicht wirklich gepackt. Etwas Distanz entsteht für mich auch durch das Ansiedeln der Grschichte in einer Upperclass-Unternehmerfamilie. Das wäre nicht nötig für das Thema. Die Distanzierung ist aber vielleicht sogar gewollt, weil sie absolut zum Inhalt passt. Wir sehen uns ja einen Film an und nicht die Realität! Sicher ist das sehenswert und auf jeden Fall bedenkenswert!
Corso 1


Dagmar Zimmer-Hoefler, 2 Monate her

versucht an "Amour" anzuschliessen fällt aber dagegen ab. Viele Längen und unklare Szenen. Verzettelt sich etwas durch zuviele hinterhältige Züge verschiendener Figuren. Ansonsten typische Hanecke Merkmale.