Aufregende neue Stimmen des italienischen Filmscha­ffens in der "Neuen Welt Sicht"

18. September 2018

In der Reihe "Neue Welt Sicht" sind am diesjährigen ZFF die aufregenden neuen Stimmen des aktuellen italienischen Filmscha­ffens zu entdecken.

 
Das italienische Kino blüht auf. Unser Lieblingsnachbarland, das sich zurzeit von einer politischen und finanziellen Krise in die nächste hangelt, ist eines der traditionsreichsten Kinoländer der Welt und hatte schon immer grossartige Sto­ffe zwischen Politsatire, Sozialdrama, Mafiafilm, Komödie und Märchen zu bieten. Nun steht aber endlich wieder eine neue Generation von Filmemachern am Start, die das Zeug hat, aus diesen Geschichten nicht zwingend (produktionstechnisch) „grosses“, aber auf jeden Fall grossartiges Kino zu machen.

DOGMAN von Matteo Garrone

Jahrzehnte nach der goldenen Ära rund um Klassiker wie Rosselini, De Sica, Antonioni, Visconti oder Fellini ist eine neue Generation von FilmemacherInnen, die zwischen 1970 und 1990 geboren wurde, daran, die international Bühne für das italienische Kino zurückzugewinnen. Ihre Filme sind so unterschiedlich wie man es von einem vielfältigen Land wie Italien erwarten kann. Allen gemein ist aber ihre künstlerische Ästhetik, die sich stark vom kommerziellen, allzu lokalen italienischen Kino abhebt.

IL PADRE D'ITALIA von Fabio Mollo

Nach Aussen getragen wird die neue Generation durch einige Vorreiter wie Guadagnino, Sorrentino, Garrone oder Rohrwacher, die den Sprung auf die grosse Bühne schon gescha­fft haben. Das hocherfreuliche aber ist, dass diese bekannten Namen mittlerweile von einer Schar von jüngeren, kompromisslosen FilmemacherInnen umgeben werden, die das Gesicht des italienischen Kinos längerfristig mitprägen werden. Ihre Filme sind mit kleinen Mitteln produziert und gehen auf spezifisch italienische Verhältnisse ein, haben aber universelle Themen und eine grosse internationale Ausstrahlung.

LIBERAMI von Federica Di Giacomo

Zur Programmreihe: Neue Welt Sicht Italien


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