CHRIEG wird mit Max-Ophüls-Preis ausgezeichnet

25. Januar 2015

Der Schweizer Regisseur Simon Jaquemet hat den Max-Ophüls-Preis für sein Erstlingswerk CHRIEG gewonnen. Für die Darstellung der 15-jährigen Hauptfigur Matteo erhielt Benjamin Lutzke zudem die Auszeichnung in der Kategorie "Bester Nachwuchsdarsteller". Das Coming of Age-Drama wurde im letzten Herbst am 10. ZFF in der Wettbewerbsreihe "Internationaler Spielfilm" gezeigt.

"Die Jury hat sich einstimmig für CHRIEG entschieden. Ein kraftvolles Erstlingswerk, das uns mit seiner Wucht, Klarheit und Authentizität auf Anhieb gepackt hat. Die Hauptfigur Matteo findet Identität und Geborgenheit, wo der Zuschauer sie am wenigsten erwartet. Eine wütende Jugend, geprägt von hilflosen Eltern, erobert sich ihren Raum, in welchem sie nach eigenen Gesetzen ihren Sehnsüchten und Aggressionen freien Lauf lässt." (Filmfestival Max-Ophüls-Preis)

Chrieg

Die ganze Welt ist gegen Matteo. Zumindest kommt es dem 15-Jährigen so vor. Freunde hat er keine – und seine Eltern scheinen in einem anderen Universum zu leben. Seine unbeholfenen Versuche, sich den Respekt seines Vaters zu verschaffen, schlagen fehl. Eines Nachts wird Matteo von zwei Männern abgeführt. Sie bringen ihn auf eine abgelegene Alp, wo er den Sommer in einem Erziehungscamp mit harter Feldarbeit verbringen soll. Doch im Gebirge angekommen, erlebt Matteo eine Überraschung: Hier haben die revoltierenden Jugendlichen Anton, Dion und Ali das Zepter fest in der Hand. Sie haben ihren Aufseher überwältigt, und führen einen Krieg: gegen die Erwachsenen. Gegen die Gesellschaft. Gegen alle und alles.


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