Internationaler Spielfilm

 

Trine Dyrholm (Jurypräsidentin)

Trine Dyrholm zählt zu Dänemarks bekanntesten und erfolgreichsten Schauspielerinnen. Ihren Durchbruch erlangte sie 1998 mit dem Dogma-95-Hit FESTEN von Thomas Vinterberg. Einem noch grösseren Publikum wurde sie mit ihrer Rolle einer Ehefrau und Mutter im Oscar-prämierten Drama IN A BETTER WORLD (2010) von Susanne Bier bekannt. Zuletzt war die Schauspielerin in den Filmen THE CUT (2014), WHO AM I (2014) und in der Serie ARVINGERNE (THE LEGACY) am ZFF auf der Leinwand zu sehen. Für diese Serie zeichnet sie auch als Regisseurin mitverantwortlich. 2016 erhielt sie den Silbernen Bären an der Berlinale für ihre Rolle in Thomas Vinterbergs THE COMMUNE.

Mabel Cheung

Regisseurin, Autorin und Produzentin Mabel Cheung zählt zu den führenden Filmemacherinnen des Hongkong Kinos. Für ihr Spielfilmdebut THE ILLEGAL IMMIGRANT (1985) gewann sie den Regiepreis bei den Hong Kong Film Awards. Zu ihren weiteren Werken zählen unter anderem AN AUTUMN’S TALE (1987), THE SOONG SISTERS (1997) und TRACES OF A DRAGON (2003). Ebenfalls als Produzentin aktiv, war Cheung für die Filme THE MOON WARRIORS (1993) oder PAINTED FACES (1998) verantwortlich. Zuletzt drehte sie das Kriegsdrama A TALE OF THREE CITIES (2015) über die wahre Geschichte von Jackie Chans Eltern.

Ed Guiney

2005 gründete der Ire Ed Guiney zusammen mit Andrew Lowe die Firma Element Pictures, für die er bis heute in den Bereichen Produktion, Distribution und Kinobetrieb leitend tätig ist. Zu seinen aktuellen Projekten als Produzent zählt das Drama THE KILLING OF A SACRED DEER von Yorgos Lanthimos, mit dem er zuvor bereits für THE LOBSTER (2015) zusammenarbeitete. Seine Produktion ROOM (2015) von Lenny Abrahamson wurde mehrfach für den Oscar und Golden Globe nominiert. Weitere aktuelle Projekte sind Sebastián Lelios DISOBEDIENCE und Lenny Abrahamsons THE LITTLE STRANGER. Für seine Verdienste wurde er 2014 mit dem Prix Eurimages des Europäischen Filmpreises ausgezeichnet.

Michel Merkt

Der aus Genf stammende Produzent und Golden Globe-Preisträger Michel Merkt legt seinen Fokus auf internationale Arthousefilme. In den letzten zehn Jahren produzierte er mehr als 50 Filme von Regisseuren wie Paul Verhoeven, Walter Hill, Maren Ade, Xavier Dolan oder David Cronenberg, um nur einige wenige zu nennen. 2016 war er mit mehreren Filmen am ZFF vertreten, darunter mit MA VIE DE COUR­GETTE und AQUARIUS. Am letztjährigen Festival de Cannes war er gar mit acht Spielfilmen vertreten, darunter mit dem Drama ELLE, das mit dem César für den besten Film ausgezeichnet wurde. Kürzlich wurde Merkt in Locarno mit dem Preis «Raimondo Rezzonico» für seine Verdienste als Produzent geehrt.

Paul Negoescu

Der rumänische Regisseur und Drehbuchautor Paul Negoescu absolvierte seine Filmausbildung an der National Film School in Bukarest. Mit seinen Kurzfilmen war er unter anderem an den Festivals in Cannes, Berlin, Karlovy Vary, Slamdance und Rotterdam vertreten. Seine Kurzfilme RENOVATION und DERBY wurden für die European Academy Awards nominiert. 2012 war Negoescu mit seinem Debutspielfilm ONE MONTH IN THAILAND in Venedig (Critic’s Week) sowie im Wettbewerb des ZFF vertreten. Seine Low-Budget-Komödie TWO LOTTERY TICKETS (2016), die ebenfalls am ZFF gezeigt wurde, avancierte zum grössten rumänischen Box-Office-Hit des Jahrzehnts. Aktuell arbeitet der Regisseur an seinem dritten Film NEVER LET IT GO.

Lucas Ochoa

Lucas Ochoa ist als Produzent und Executive Producer von Spielfilmen, Dokumentarfilmen und Fernsehsendungen tätig. Er gründete die Abteilung für Spielfilme bei der Produktionsfirma Pulse Films, die in London, Paris, New York und Los Angeles vertreten ist. Zu den wichtigsten Produktionen des mehrfach Grammy-Nominierten Produzenten zählen unter anderem der in Cannes ausgezeichnete Spielfilm AMERICAN HONEY oder Filme, wie THE WITCH, TROPHY, ALL THESE SLEEPLESS NIGHTS, 20,000 DAYS ON EARTH, WHO IS DAYANI CRISTAL?, SHUT UP AND PLAY THE HITS oder NO DISTANCE LEFT TO RUN. Zudem wurde Ochoa für seine Arbeit als Journalist von Amnesty International mit dem Preis für Excellence in Human Rights Reporting ausgezeichnet.