Jury

 

Fokus Wettbewerb

Christine Vachon

Christine Vachon (Jurypräsidentin)

Christine Vachon, Gewinnerin des Independent Spirit Award und des Gotham Award, gründete 1995 zusammen mit Pamela Koffler die Firma Killer Films. In den letzten zwei Jahrzehnten produzierte sie über 100 Filme, darunter einige der bekanntesten amerikanischen Indie-Filme: CAROL, FAR FROM HEAVEN, STILL ALICE, BOYS DON'T CRY, KIDS, HEDWIG AND THE ANGRY INCH, VELVET GOLDMINE, SAFE, I SHOT ANDY WARHOL, und I'M NOT THERE. Für das Fernsehen war Vachon ausführende Produzentin der mit dem Emmy und dem Golden Globe ausgezeichneten Miniserie MILDRED PIERCE für HBO sowie von Z: THE BEGINNING OF EVERYTHING für Amazon Studios. Zu ihren neusten Werken zählen unter anderem der Spielfilm ANYTHING'S POSSIBLE von Billy Porter und die Serie HALSTON für Netflix.

Fred Baillif

Fred Baillif 

Fred Baillif ist ein autodidaktischer Filmemacher aus Genf. Nach einer Karriere als professioneller Basketballspieler studierte er Soziale Arbeit. In New York drehte er seinen ersten Dokumentarfilm, SIDEMAN. Sein nächster Film GEISENDORF wurde 2006 als bester Schweizer Dokumentarfilm bei «Visions du Réel» ausgezeichnet. Als Dokumentarfilmer führte Baillif in den folgenden zehn Jahren Regie bei Filmen wie LE FOND ET LA FORME, LA VIE EN DEUX, BELIEVERS für Canal + und AS LONG AS IT RAINS IN AMERICA. 2010 drehte er mit TAPIS ROUGE seinen ersten Spielfilm und entwickelte seine eigene Regietechnik für nicht-professionelle Schauspieler. Nach EDELWEISS REVOLUTION (2017) realisierte er das Drama LA MIF in Zusammenarbeit mit einem Jugendheim. Neben mehr als 20 internationalen Preisen gewann der Film das Goldene Auge im Fokus Wettbewerb am ZFF 2021.

Katharina Mückstein

Katharina Mückstein

Die österreichische Regisseurin und Drehbuchautorin Katharina Mückstein studierte vorerst Philosophie und Gender Studies und wechselte dann für das Regiestudium an die Filmakademie Wien. 2014 gründete sie mit Studienkolleg*innen die Produktionsfirma La Banda Film. 2018 reüssierte sie mit ihrem zweiten abendfüllenden Spielfilm L’ANIMALE, der seine Premiere an der Berlinale feierte und im Fokus Wettbewerb des ZFF vertreten war. Nach einigen TV-Arbeiten erscheint nun Anfang 2023 ihr neuer Kinofilm FEMINISM WTF. Katharina Mückstein ist Universitätsdozentin und politische Aktivistin für Antidiskriminierungsagenden in der Filmbranche.

Maria Fantastica Valmori

Maria Fantastica Valmori

Maria Fantastica Valmori arbeitet als Cutterin für Spielfilme, Fernsehen, Dokumentationen und Videokunst. Vor kurzem hat sie an BELLISSIM∃, einer Dokumentarserie über italienische Mode, gearbeitet und war Co-Cutterin bei der Serie SARAH, LA RAGAZZA DI AVETRANA (2021). Als Cutterin arbeitete sie unter anderem an CAMORRA von Francesco Patierno (Filmfestival von Venedig, 2018), THE LAST BEAT OF ALLEN GINSBERG von Fabio Paleari (gezeigt in der Galleria Nazionale d’Arte Moderna in Rom 2018), COEUROPE von Giovanni Troilo (Idfa 2016) und LUCE PROPRIA von Marco Danieli (Filmfestival von Rom 2017). Für ihre Schnittarbeit an ONCE MORE UNTO THE BREACH (2020), einem Dokumentarfilm von Federico Ferrone und Michele Manzolini, wurde sie mit dem European Editing 2020 Award ausgezeichnet.

Roger Schawinski

Roger Schawinski

Roger Schawinski ist ein Schweizer Journalist und Unternehmer. Von 2003 bis 2006 war er Geschäftsführer des deutschen Privatfernsehers Sat1. Er gründete die bis heute erfolgreichste Sendung im Schweizer Fernsehen, das Konsumentenmagazin «Kassensturz», das erste private Radio mit Radio 24, das erste regionale Fernsehen Tele Züri und das erste nationale Privatfernsehen Tele 24. Er moderierte Fernsehsendungen, gab Zeitungen und Zeitschriften heraus und schrieb 13 Bücher. Mit dem Ausbruch der Corona-Krise im Frühling 2020 hat er bei Radio 1 ein tägliches «Talk Radio» installiert, wo er mit ExpertInnen und Hörern über die schwierige Situation diskutiert. Im Schweizer Fernsehen moderierte er von 2011 bis 2020 seine Talksendung «Schawinski», die seit 2022 auf dem Sender Blue Zoom ausgestrahlt wird.

Spielfilm Wettbewerb

Asghar Farhadi

Asghar Farhadi (Jurypräsident)

Asghar Farhadi wurde 1972 in Iran geboren. An der School of Dramatic Arts in Teheran machte er 1998 seinen Bachelor-Abschluss in Theaterwissenschaften sowie seinen Master-Abschluss in Theaterregie. 2003 legte er mit DANCING IN THE DUST sein Spielfilmdebüt vor. Für ABOUT ELLY (2009) wurde er an der Berlinale mit dem Silbernen Bären ausgezeichnet, ehe er für den darauffolgenden A SEPARATION (2011) als erster iranischer Regisseur einen Oscar für den besten fremdsprachigen Film erhielt. Es folgten der mehrfach preisgekrönte THE PAST (2013), THE SALESMAN (2016), für den Farhadi seinen zweiten Oscar erhielt, sowie der spanischsprachige Thriller TODOS LO SABEN (2018). Mit seinem in Cannes ausgezeichneten Film A HERO war Farhadi 2021 bereits zum vierten Mal im Programm des ZFF vertreten.

Clio Barnard

Clio Barnard 

Die britische Regisseurin Clio Barnard legte 2010 mit THE ARBOR ihren ersten abendfüllenden Dokumentarfilm vor. Der Film über die Dramatikerin Andrea Dunbar wurde von der Kritik begeistert aufgenommen und erhielt zahlreiche Preise, unter anderem die Sutherland Trophy am London Film Festival sowie den Grierson Award in der Kategorie «Best Cinema Documentary». Es folgten die Spielfilme THE SELFISH GIANT (2013), der im Rahmen der Quinzaine des Réalisateurs in Cannes uraufgeführt wurde, und DARK RIVER (2017). Zuletzt veröffentlichte Barnard das Drama ALI & AVA (2021), das am 17. ZFF als Gala Premiere lief. Der Film gewann zwei BIFA Awards und war für einen BAFTA nominiert.

Daniel Dreifuss

Daniel Dreifuss

Filmproduzent Daniel Dreifuss schloss seinen Master am American Film Institute in Los Angeles ab und war unter anderem für die Motion Picture Association sowie für Paramount Pictures tätig. Seine Filmkarriere begann Dreifuss als Produzent des Spielfilms NO (2012) von Pablo Larraín, der als erster chilenischer Film überhaupt für den Oscar nominiert wurde. In der Folge produzierte er die Literaturverfilmung ÓRFÃOS DO ELDORADO (2015), den an der Berlinale mit dem Teddy Award ausgezeichnete NUNCA VAS A ESTAR SOLO (2016) sowie das Kriegsdrama GUERNICA (2016). 2020 produzierte er die Netflix-Produktion SERGIO und war jüngst als Produzent von IM WESTEN NICHTS NEUES des Regisseurs Edward Berger abermals für den Streamingdienst tätig. Derzeit arbeitet Dreifuss an einer Miniserie für Paramount+.

Petra Volpe

Petra Volpe

Petra Volpes Spielfilm DIE GÖTTLICHE ORDNUNG (2017) war die Schweizer Einreichung für die 90. Oscarverleihung. Der Film hatte seine internationale Premiere am Tribeca Film Festival, wo er mit drei Preisen ausgezeichnet worden ist. Volpe schrieb zudem das Drehbuch zu HEIDI (2015), einem der international erfolgreichsten Schweizer Filme. Zuletzt war sie als Drehbuchautorin für den Serien-Hit FRIEDEN (2020) sowie für den Spielfilm DIE GOLDENEN JAHRE (2022), Regie Barbara Kulcsar, tätig. Zurzeit ist Volpe in Vorproduktion ihres ersten amerikanischen Films FRANK & LOUIS. Laurence Fishburne und Clifton Collins Jr. sind in den Hauptrollen besetzt.

Piodor Gustafsson

Piodor Gustafsson

Der schwedische Produzent Peter «Piodor» Gustafsson verfügt über mehr als dreissig Jahre Erfahrung in den Bereichen Film, Fernsehen und Werbung. Seit September 2020 ist er bei TV4 Media für Scripted Content in den nordischen Ländern verantwortlich. Zuvor war er CEO von Black Spark Film & TV, Programmchef und Redakteur bei SVT und Berater für Spielfilme beim Schwedischen Filminstitut. Gustafsson produzierte unter anderem THE WIFE (2017) mit Glenn Close und Jonathan Price in den Hauptrollen sowie BORDER (2018) von Ali Abbassi, der in Cannes den Hauptpreis in der Sektion «Un Certain Regard» erhielt und als schwedischer Beitrag für die Oscar-Verleihung 2019 ausgewählt wurde.

Dokumentarfilm Wettbewerb

Alexander Nanau

Alexander Nanau (Jurypräsident)

Alexander Nanau ist ein Oscar- und BAFTA-nominierter und mit dem Europäischen Filmpreis ausgezeichneter Filmemacher. Sein Dokumentarfilm THE WORLD ACCORDING TO ION B. (2009) wurde am Visions du Réel in Nyon uraufgeführt und 2010 mit dem International Emmy Award ausgezeichnet. Sein Dokumentarfilm TOTO AND HIS SISTERS (2014) wurde auf dem San Sebastian IFF uraufgeführt und war 2015 für den Europäischen Filmpreis nominiert. Sein neuester abendfüllender Dokumentarfilm COLLECTIVE (2019) wurde in Venedig uraufgeführt und war der erste rumänische Film, der jemals für einen Academy Award nominiert wurde. Seine Filme TOTO AND HIS SISTERS und COLLECTIVE haben am ZFF beide das Goldene Auge gewonnen.

Atanas Georgiev

Atanas Georgiev

Atanas Georgiev ist Produzent, Regisseur und Cutter. Er ist Mitinhaber der Mazedonischen Produktionsfirmen Trice Films und Film Trick, beides Tochtergesellschaften von FX3X. Sein Regie- und Produktionsdebüt CASH & MARRY (2009) wurde von Kritikern gelobt und mit zahlreichen internationalen Preisen ausgezeichnet. Es folgten AVEC L'AMOUR (2017), der am Hot Docs Canadian International Documentary Festival seine Premiere feierte, sowie HONEYLAND (2019). Letzterer wurde am Sundance Film Festival dreifach ausgezeichnet und war für zwei Academy Awards nominiert, in den Kategorien «Bester Dokumentarfilm» und «Bester internationaler Film».

Joëlle Bertossa

Joëlle Bertossa 

Joëlle Bertossa founded Geneva-based Close Up Films in 2012. Since then, she has produced around 30 features, among which ADVOCATE (2019), directed by Rachel Leah Jones and Philippe Bellaïche, which premiered at Sundance and won a BAFTA; YALDA (2019) by Massoud Bakhshi, winner of the World Cinema Grand Jury Prize at Sundance, and Antoine Barraud’s MADELEINE COLLINS, which premiered at the Venice Official Selection in 2021. Before that, she coproduced Cesar documentary winner I AM NOT YOUR NEGRO (2017) by Raoul Peck, and acclaimed animation film THE SWALLOWS OF KABUL (2019), by Zabou Breitman. Through Close Up Films, Joëlle Bertossa is also very much attached in following young swiss directors and won twice the prestigious Prix de Soleure.

Nina Numankadić

Nina Numankadić 

Nina Numankadić schloss ihr Studium der Film- und Fernsehproduktion an der FAMU in Prag ab. Sie ist Direktorin von Doc Alliance, einem Zusammenschluss von sieben grossen europäischen Dokumentarfilmfestivals und dem VoD-Portal DAFilms.com. Im Laufe ihrer Karriere arbeitete sie für das Institut für Dokumentarfilm in Prag und das Internationale Dokumentarfilmfestival Jihlava als Tutorin für Filmschaffende bei verschiedenen Veranstaltungen der Filmindustrie. Zusammen mit dem slowakischen Filmemacher Peter Kerekes leitet sie den Pitch-Workshop «Emerging Producers», der vom IDFF Jihlava organisiert wird. Sie ist die Produzentin der preisgekrönten slowakischen Filmemacherin Viera Čákanyová und deren Filme FREM (2019) sowie WHITE ON WHITE (2020).

Sushmit Ghosh

Sushmit Ghosh

Sushmit Ghosh ist ein Oscar-nominierter Filmemacher und Mitbegründer von Black Ticket Films, einer Produktionsfirma, die auf die Kraft des Geschichtenerzählens setzt. Ghosh, ausgezeichnet mit dem «Courage Under Fire Award» der International Documentary Association (IDA), ist bekannt für seine so eindringlichen wie emotionalen Erzählungen. Sein Film WRITING WITH FIRE (2021) wurde als erster indischer Dokumentarfilm für einen Oscar nominiert. Der Film wurde auf über 150 Festivals gezeigt, unter anderem am ZFF, und hat 34 internationale Preise gewonnen. Ghosh ist zudem Mentor für verschiedene Workshops und Stipendien, die den Fokus auf unterrepräsentierte Gemeinschaften und die dringlichsten Themen unserer Zeit legen.