Jury

 

Fokus Wettbewerb

Sönke Wortmann

Sönke Wortmann (Jurypräsident)

Der deutsche Regisseur Sönke Wortmann studierte an der Hochschule für Fernsehen und Film in München und am Royal College of Art in London. Für KLEINE HAIE (1992) gewann er den Deutschen Filmpreis, ebenso wie für DER BEWEGTE MANN (1994), einen der erfolgreichsten Filme des Deutschen Nachkriegskinos. Es folgten unter anderem der Kinorenner DAS WUNDER VON BERN (2003), der Dokumentarfilm DEUTSCHLAND. EIN SOMMERMÄRCHEN (2006) und der Serien-Hit CHARITÉ (2017). Seine Komödien DER VORNAME (2018) und CONTRA (2020) liefen beide als Gala Premieren am ZFF.

Caterina Mona

Caterina Mona

Caterina Mona studierte Englische Literatur an der Universität Zürich, bevor sie 1998 an die Filmschule INSAS in Brüssel wechselte. Diese schloss sie 2001 als Editorin ab. Nach Erfahrungen als Schnittassistentin, Script/Continuity und Mitarbeiterin der Filmfestivals Locarno und Berlin, ist sie seit 2003 als freischaffende Filmeditorin tätig. Im Winter 2013/14 verbrachte Caterina mit ihrer Familie ein halbes Jahr in Buenos Aires, wo sie das Drehbuch für ihren ersten Kurzfilm PERSI schrieb. Ihr Spielfilmdebut SEMRET wird nächstes Jahr in die Kinos kommen. Sie ist stark mit ihrer Heimat, dem Tessin, verwurzelt und spricht mit ihrer Familie Italienisch. Sie lebt und arbeitet in Zürich.

Pierre Monnard

Pierre Monnard

Nach einem Filmstudium in England realisierte der Schweizer Regisseur Pierre Monnard seine ersten Kurzfilme SWAPPED (2002) und COME CLOSER (2004), die mit dem Schweizer Filmpreis und einem Pardi di domani des Locarno Film Festivals ausgezeichnet wurden. Im Jahr 2013 kam sein erster abendfüllender Spielfilm RECYCLING LILY in die Kinos. Es folgten unter anderem die Serien-Hits ANOMALIA (2015) und WILDER (2017-2020) sowie der Dokumentarfilm BLOOD BUSINESS (2017). Monnards zweiter Spielfilm PLATZSPITZBABY avancierte 2020 zu einem der grössten Erfolge des Schweizer Kinos und wurde vom Verband der Schweizer Filmjournalisten zum besten Film des Jahres gewählt.

Sandra Guldberg Kampp

Sandra Guldberg Kampp

Die dänische Schauspielerin Sandra Guldberg Kampp wurde 2000 in Svendborg geboren und gehört zu den talentiertesten Newcomerinnen auf der Leinwand. Ihre erste Hauptrolle in einem abendfüllenden Spielfilm ergatterte sie unter der Regie von Jeanette Nordahl in WILDLAND (2020), der am 16. Zurich Film Festival im Spielfilm Wettbewerb lief. Für ihre herausragende Leistung wurde Guldberg Kampp für den Bodil Award als beste Hauptdarstellerin nominiert. Im selben Jahr spielte sie in der dritten und letzten Staffel der dänischen Netflix-Serie THE RAIN (2018-2020). Dieses Jahr war sie in Cannes in den beiden Kurzfilmen INHERENT (2021) und IN THE SOIL (2021) zu sehen.

Ada Solomon

Ada Solomon

Die rumänische Filmproduzentin Ada Solomon ist die Gründerin der Produktionsfirmen Hi Film Prductions und Micro Film. Über 70 Filme hat sie produziert, darunter preisgekrönte Werke wie BAD LUCK BANGING OR LOONY PORN (2021), TONI ERDMANN (2016), AFERIM! (2015) und CHILD'S POSE (2013). Dabei hat sie hat mit prominenten Filmemachern wie Ivana Mladenovic, Alexandru Solomon, Razvan Radulescu, Federico Bondi und Adriano Valerio zusammengearbeitet. Zudem ist Solomon Präsidentin des European Women's Audiovisual Network, stellvertretende Vorsitzende der Europäischen Filmakademie und Gewinnerin des Koproduzentenpreises Prix Eurimages.

Spielfilm Wettbewerb

Daniel Brühl

Daniel Brühl (Jurypräsident)

Daniel Brühl wurde international durch die Hauptrolle im Kinofilm GOOD BYE, LENIN! (2003) bekannt, für die er mit dem Deutschen und dem Europäischen Filmpreis ausgezeichnet wurde. Es folgten zahlreiche Auftritte in internationalen Produktionen. Für seine Darstellung von Rennfahrer Niki Lauda in RUSH (2013) erhielt er unter anderem eine Golden Globe- sowie eine BAFTA-Nominierung. Zudem war er zu sehen in Quentin Tarantinos INGLOURIOUS BASTERDS (2009), in der Marvel-Verfilmung CAPTAIN AMERICA: CIVIL WAR (2016) und spielte die Hauptrolle in den Serienhits THE ALIENIST (2018–2020) und THE FALCON AND THE WINTER SOLDIER (2021). Dieses Jahr wurde sein Regiedebüt NEBENAN im Wettbewerb der Berlinale uraufgeführt. Zudem fungiert er mit seiner Produktionsfirma Amusement Park Film auch als Produzent (in Kürze mit einer Neuverfilmung von IM WESTEN NICHTS NEUES). 

Stéphanie Chuat

Stéphanie Chuat 

Die Schweizer Regisseurin und Drehbuchautorin Stéphanie Chuat bildet gemeinsam mit Véronique Reymond ein Künstlerinnenduo, das zahlreiche Projekte im Bereich Theater und Film realisiert hat. Ihr Debütfilm LA PETITE CHAMBRE (2010) wurde am Locarno Film Festival uraufgeführt und beim Schweizer Filmpreis 2011 als bester Spielfilm und für das beste Drehbuch ausgezeichnet. Es folgte die TV-Serie A LIVRE OUVERT (2014) und der Dokumentarfilm LADIES (2018). Ihr zweiter Spielfilm SCHWESTERLEIN (2020) lief im Wettbewerb der Berlinale, gewann 5 Preise beim Schweizer Filmpreis 2021, darunter Bester Spielfilm und Bestes Drehbuch, und war die Schweizer Einreichung für die Oscarverleihung 2021.

Dieter Kosslick

Dieter Kosslick

Als Geschäftsführer bei den Filmförderungen in Hamburg war Dieter Kosslick Mitbegründer der «Ersten Europäischen Filmvertriebsförderung EFDO», das Pionierprojekt für das spätere «Creative Europe - MEDIA Programm». Nach der Geschäftsführung der Filmstiftung Nordrhein-Westfalen von 1991 bis 2001, wo er auch Gründungsmitglied der Internationalen Filmschule IFS wurde, leitete er 18 Jahre lang die Internationalen Filmfestspiele Berlins. Zudem lehrte er als Professor an der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf. Kosslik erhielt für sein Engagement unter anderem das Bundesverdienstkreuz Erster Klasse, den Helmut-Käutner-Preis und eine Goldene Leinwand des Hauptverbands der Deutschen Filmtheater.

Andrea Cornwell

Andrea Cornwell

Andrea Cornwell ist eine britische Produzentin. Derzeit arbeitet sie an der Postproduktion von THE ESSEX SERPENT für AppleTV+, unter der Regie von Clio Barnard, mit Claire Danes und Tom Hiddleston in den Hauptrollen. Zu ihren Filmen gehören der A24-Horror-Hit SAINT MAUD unter der Regie von Rose Glass, APOSTASY unter der Regie von Daniel Kokotajlo, SUITE FRANÇAISE (mit Michelle Williams, Kristin Scott Thomas und Margot Robbie in den Hauptrollen) und der Sci-Fi-Horror LAST DAYS ON MARS, der bei der Cannes Directors' Fortnight Premiere feierte. Zu ihren Dokumentarfilmen gehören SEAHORSE unter der Regie von Jeanie Finlay und der mehrfach preisgekrönte Film BRUCE LEE AND THE OUTLAW unter der Regie von Joost Vandebrug.

Dokumentarfilm Wettbewerb

Asif Kapadia (Jurypräsident)

Der britische Filmemacher Asif Kapadia ist vor allem für seine narrativ ausgerichteten und aus Archivmaterial bestehenden Dokumentarfilme bekannt. SENNA (2010) gewann den BAFTA für den besten Dokumentarfilm und den besten Schnitt. AMY (2015) wurde in Cannes uraufgeführt und gewann den Academy Award, BAFTA und Europäischen Filmpreis für den besten Dokumentarfilm sowie einen Grammy für den besten Musikfilm. Ebenfalls in Cannes lief DIEGO MARADONA (2019). Auch sein Spielfilmdebüt THE WARRIOR (2001) ist mit einem BAFTA ausgezeichnet worden. Zudem führte Kapadia bei zwei Episoden der von der Kritik gelobten Netflix-Serie MINDHUNTER (2017–2019) Regie.

Hanka Kastelicová

Hanka Kastelicová

Hanka Kastelicová ist leitende Produzentin für Dokumentarfilme bei HBO Europe. Von Prag aus arbeitet sie eng mit den Produktionszentren von HBO Europe zusammen und ist für die Entwicklung und Produktion der Dokumentarfilme verantwortlich. Kastelicová erwarb einen Master of Arts an der Fakultät für Film- und Fernsehdokumentation an der Akademie der darstellenden Künste in Prag. Seither hat sie zahlreiche erfolgreiche Dokumentarfilme koproduziert, unter anderem COLLECTIVE (2019) von Alexander Nanau, der am ZFF im Dokumentarfilm Wettbewerb mit dem Goldenen Auge ausgezeichnet worden ist. Als erfahrene und engagierte Dokumentarfilmerin hält Kastelicová weltweit Vorträge über das Filmschaffen.

Gregory Kershaw

Gregory Kershaw

Filmemacher und Kameramann Gregory Kershaw ist Absolvent des prestigeträchtigen MFA-Regieprogramms der Columbia University. Sein Dokumentarfilm THE TRUFFLE HUNTERS (2020), bei dem er zusammen mit Michael Dweck Regie führte, lief unter anderem in Sundance, Cannes sowie am Zurich Film Festival als Gala Premiere. Der Film gewann den Directors Guild of America Award und den American Society of Cinematographers Award für den besten Dokumentarfilm und stand auf der Shortlist der Oscars. Kershaw war bei zahlreichen weiteren Dokumentarfilmen, die sich mit den Auswirkungen der modernen Welt auf die Umwelt und traditionelle Gemeinschaften befassen, als Regisseur, Kameramann und Produzent tätig.

Sophie Maintigneux

Sophie Maintigneux

Sophie Maintigneux wurde 1961 in Paris geboren und ist seit 1984 als Kamerafrau tätig. Sie hat über 70 Dokumentar- und Spielfilme gedreht, darunter LE RAYON VERT (1986) von Éric Rohmer und KING LEAR (1987) von Jean-Luc Godard. Für ihre Kameraarbeit wurde sie mehrfach ausgezeichnet, unter anderem 1990 vom Verband der Deutschen Filmkritik mit dem Preis für die Beste Kamera des Jahres und 2003 sowie 2009 mit dem Deutschen Kamerapreis in der Kategorie Dokumentarfilm. Von 2006 bis 2011 war Maintigneux Co-Leiterin der Abteilung Kamera an der Deutschen Film und Fernsehakademie Berlin. Seit 2011 ist sie Professorin an der Kunsthochschule für Medien in Köln.

Michela Pini

Michela Pini

Michela Pini arbeitete als Executive Producer unter anderem für Alice Rohrwacher und Ursula Meier. Im Jahr 2007 gründete sie ihre Produktionsfirma Cinédokké. Sie koproduzierte THE GUEST von Duccio Chiarini (Piazza Grande, Locarno 2018) und BAD TALES der Gebrüder D'Innocenzo (Silberner Bär für das beste Drehbuch auf der Berlinale 2020). Sie produzierte CRONOFOBIA von Francesco Rizzi (Spezialpreis der Jury, Tallinn Black Nights 2018; Beste Regie & Bestes Drehbuch, Max Ophüls Film Festival) und LOVE ME TENDER von Klaudia Reynicke (Locarno, Toronto und BFI 2019). Seit 2020 ist sie auch Produzentin bei 8horses.