Jetzt im Kino: DANIEL HOPE, DIE MIGRANTIGEN und THE SQUARE

26. Oktober 2017

Ab heute gibt es drei unserer Festival-Filme auf der Kino-Leinwand zu sehen. Der eindrucksvolle und musikalische Dokumentarfilm DANIEL HOPE – KLANG DES LEBENS erzählt die filmreife Lebensgeschichte eines Star-Violinisten. Der österreichische Wettbewerbsfilm DIE MIGRANTIGEN wurde am ZFF schnell zum Publikumsliebling. Die bitterböse Kunst- und Gesellschaftssatire THE SQUARE von Ruben Östlund nahm dieses Jahr die Palme D'Or aus Cannes mit nach Hause.
   


DANIEL HOPE - DER KLANG DES LEBENS von Nahuel Lopez

Daniel Hope ist er einer der bedeutendsten Violinisten der Gegenwart. Seine aussergewöhnliche Lebensgeschichte beginnt 1973 in Südafrika, wohin seine Eltern vor den Nazis geflüchtet waren. Hier gerät die Familie jedoch bald ins Visier des Apartheidregimes. Schliesslich wächst Hope in England auf, wo er als kleiner Junge seinen späteren Mentor, den weltbekannten Geiger Yehudi Menuhin, kennenlernt. Eine unvorhersehbare Weltkarriere nimmt ihren Lauf … Filmemacher Nahuel Lopez hat den Ausnahmemusiker und aktuellen Musikdirektor des Zürcher Kammerorchesters im Jahr 2016 mit der Kamera begleitet.

  


DIE MIGRANTIGEN von Arman T. Riahi

Möchtegern-Schauspieler Benny, der noch bei seiner Mutter wohnt, und Werbedesigner Marko, der ein viel zu teures Fahrrad fährt, sitzen gerade in einem Wiener Problemviertel, als sie von der eifrigen TV-Reporterin Marlene Weizenhuber entdeckt werden. Auf der Suche nach Protagonisten „mit Migrationshintergrund“ für ihre Doku-Serie kommen ihr die beiden jungen Männer gerade recht. Benny und Marko wittern ihre Chance, nennen sich fortan Omar und Tito und geben sich für das naive Fernsehteam als „typische Migranten“ mit Gangster-Attitüde aus. Doch die beiden Wiener haben eigentlich gar keine Ahnung, wie man sich als kleinkrimineller Migrant verhält. Höchste Zeit, sich Rat von „echten“ Ausländern zu holen … falls es die überhaupt gibt!

    


THE SQUARE von Ruben Östlund

Kleingeld für Bettler hat er meistens nicht dabei, aber eigentlich ist Christian ein guter Mensch – seine Arbeit als Kurator eines Kunstmuseums leistet immerhin einen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft. Sein aktuelles Projekt „The Square“ soll die Besucher zu altruistischem Handeln und gegenseitigem Vertrauen einladen. Welche Ironie, dass Christian selbst kurz vor der Eröffnung beklaut wird. Um sein Smartphone zurückzugewinnen, wagt er sich mit Ortungs-Funktion und Unbehagen in ein zwielichtiges Wohnviertel. Kaum hat er seine Komfortzone einmal verlassen, gerät er jedoch von einem Schlamassel ins nächste: Unbequeme Konfrontationen, haarsträubende Begegnungen und eine aus dem Ruder gelaufene PR-Kampagne treiben den Idealisten langsam, aber sicher in die Verzweiflung. Ruben Östlunds hochverdienter Palme d’Or-Gewinnerfilm ist eine genauso einfallsreiche wie bitterböse Gesellschaftssatire, die zum Lachen, Grübeln und Fremdschämen einlädt.


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