#workinprogress: Ryan Cooglers rasanter Aufstieg in den Hollywood-Olymp

03. Juli 2017

Vor 4 Jahren stellte Coogler seinen Independent-Hit FRUITVALE STATION im Wettbewerb am ZFF vor – heute sitzt er im Regiestuhl für Marvels BLACK PANTHER.

Trotz zahlreicher Auszeichnungen für seine, zwischen 2009 und 2011 entstandenen Kurzfilme, musste Coogler bei seinem Spielfilmdebut FRUITVALE STATION mit einem niedrigen Budget von gerade einmal 900.000$ auskommen. Doch die Produktion um die wahre Geschichte des Schwarzen Oscar Grant, der in der Silvesternacht von einem Polizisten erschossen wurde, konnte erfolgreich abgeschlossen werden und feierte – nicht nur aufgrund ihrer traurigen Aktualität - weltweit grosse Erfolge. 

Ryan Coogler bei der Vorstellung von FRUITVALE STATION am ZFF

Die hohe Anerkennung, die Coogler mit FRUITVALE STATION erfuhr, ermöglichte ihm zusammen mit Stammschauspieler Michael B. Jordan das nächste Projekt umzusetzen: das studiobasierte Boxer-Drama und ROCKY Spin-off CREED. Auch dieser Film übertraf an den Kinokassen sämtliche Erwartungen und erregte mediale Aufmerksamkeit, was nicht zuletzt Cooglers handwerklicher Perfektion, den positiven Kritiken, als auch der #OscarsSoWhite-Debatte im letzten Jahr zuzuschreiben ist. Dass weder Michael B. Jordan, noch andere schwarze Filmschaffende, für einen Oscar nominiert wurden, sorgte für Empörung und Unverständnis. 

Heute arbeitet Coogler an der Disney-Produktion von Marvels BLACK PANTHER und hat dabei ein dreistelliges Millionenbudget zur Verfügung. Mit der ersten schwarzen Superhelden-Hauptfigur setzt er in Hollywood ein Zeichen. Dabei hat er weiter nicht vor, das Projekt allein in die Hände des Studios zu geben und ist sich im Interview mit FastCompany sicher: „Es wird mein bis heute persönlichster Film, was verrückt zu sagen ist, aber so ist es.“ 


Weiterführende Links

FRUITVALE STATION im ZFF Archiv

Inverview mit Coogler beim ZFF 

Sylvester Stallone fordert Wandel der Academy 


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