Zweiter Filmmaker Award an Germinal Roaux und Sophie Huber – Uma Thurman verleiht den Förderpreis

25. September 2016

Die US-Schauspielerin Uma Thurman hat am Samstagabend am IWC-Gala-Dinner ‚For the Love of Cinema’ im Rahmen des Zurich Film Festival den zweiten Filmmaker Award an den Lausanner Germinal Roaux und die Bernerin Sophie Huber verliehen. Germinal Roaux erhielt CHF 75'000 für sein Spielfilmprojekt FORTUNA, der Dokumentarfilm DAS BLUE NOTE PROJEKT von Sophie Huber wurde mit CHF 25'000 unterstützt.

„Es ist eine immens wichtige Aufgabe, Filmprojekte in jeder nur denkbaren Weise zu unterstützen, denn das macht einen wesentlichen Unterschied aus. Deshalb ist es eine besondere Ehre für mich, diesen Preis persönlich an die Schweizer Filmindustrie und ihre führenden Vertreter zu übergeben“, so Uma Thurman.

„Die Vielfalt und Qualität der eingereichten Filmprojekte hat uns auch in diesem Jahr überzeugt. Wir hoffen, dass unser Förderpreis diese vielversprechenden Filme möglichst rasch auf die Leinwände im In- und Ausland bringt“, kommentierte Jurymitglied Georges Kern.

Zur Preisverleihung hatte die Schweizer Luxusuhrenmanufaktur IWC Gäste aus Filmindustrie, Medien, Wirtschaft und Sport eingeladen. Der mit CHF 100’000 dotierte Preis des ‚Vereins zur Filmförderung in der Schweiz’ unterstützt Schweizer Filmprojekte im Stadium der Produktion oder Postproduktion.

Ein Spiel- und ein Dokumentarfilmprojekt

FORTUNA, produziert von Ruth Waldburger (Vega Film) zeigt in schwarz-weiss-Bildern zwei Welten, die aufeinanderprallen: Afrikanische Flüchtlinge auf dem Simplon. Fortuna ist ein 14-jähriges Mädchen aus der Grenzregion zwischen Äthiopien und Eritrea. Es ist in die Schweiz gekommen und überwintert im Kloster Simplon bei einer katholischen Gemeinschaft, bis über seine Aufenthaltsbewilligung in der Schweiz entschieden wird. Bruno Ganz brilliert in der Rolle des Klosterführers.

DAS BLUE NOTE PROJEKT, produziert von Hercil Bundi und Susanne Guggenberger (Mira Film), portraitiert das legendäre gleichnamige US-Jazzlabel. Der Film stellt die Musik und die Musiker in den Vordergrund; von der Entstehung bahnbrechender Blue-Note-Klassiker bis hin zu aktuellen Ausdrucksformen. Sophie Huber macht damit den Jazz mit viel musikalischem Gespür für breite Publikumsschichten zugänglich.

Die weiteren nominierten Projekte waren die Spielfilmprojekte LASST DIE ALTEN STERBEN von Juri Steinhart, produziert von David Fonjallaz und Louis Mataré (Lomotion AG) und PAPA MOLL von Manuel Flurin Hendry, produziert von Reto Schaerli und Lukas Hobi (Zodiac Pictures) sowie das Dokumentarfilmprojekt BEYOND THE BOLEX von Alyssa Bolsey, produziert von Werner Schweizer und Camilo Lara (Dschoint Ventschr).

Kultfilm KILL BILL: VOL. 1

Uma Thurman hatte am Nachmittag ihren Kultfilm KILL BILL: VOL. 1 von Quentin Tarantino vorgestellt und anschliessend über ihre Arbeit und ihre Filme gesprochen. Sie hatte sich mit Tarantino-Filmen wie PULP FICTION (1994) und dem Zweiteiler KILL BILL (2003/2004) international einen Namen gemacht.

Die Jury des ‚Filmmaker Award’ besteht aus Marc Forster, Georges Kern und Karl Spoerri.


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