Blicke nach Brasilien am 9. ZFF

13. März 2013

Jedes Jahr wirft das Zurich Film Festival (ZFF) in der Programmreihe „Neue Welt Sicht“ einen Blick auf das Filmschaffen einer aufblühenden Filmnation. Bisherige Gastländer waren Russland, Israel, Argentinien, Australien, die Türkei und zuletzt Schweden. Dieses Jahr fokussiert das ZFF mit dem Gastland Brasilien auf eines der aufregendsten Produktionsländer Lateinamerikas.

Seit einigen Jahren sorgt Brasilien mit seiner blühenden Wirtschaft international für Aufsehen. Grossprojekte wie die Fussball-Weltmeisterschaft und die Olympischen Spiele werden das Land in den kommenden Jahren weiter in den Fokus rücken. Grund genug für das ZFF, die cineastische Entwicklung des bevölkerungsreichsten Staates Lateinamerikas genauer unter die Lupe zu nehmen.

Zu Beginn der neunziger Jahre in einer tiefen Krise steckend, erlebte das brasilianische Filmschaffen in den vergangenen fünfzehn Jahren einen stetigen Aufschwung. Filmemacher wie Walter Salles (CENTRAL STATION, 1998) oder Fernando Meirelles (CIDADE DE DEUS, 2002) brachten das brasilianische Kino wieder zurück an die grossen Festivals – und zum nationalen wie internationalen Publikum. Auf diesem fruchtbaren Boden ist in den letzten Jahren eine neue Generation von unabhängigen Filmemachern hervorgetreten, die mit ihren Werken neue cineastische- wie thematische Horizonte erschliesst.

Im Rahmen der Reihe „Neue Welt Sicht“ präsentiert das ZFF in diesem Jahr zehn neue Spiel- und Dokumentarfilme aufstrebender brasilianischer Filmemacher sowie einen Kurzfilmblock. Die Reihe wird am Samstag, 28. September mit einer Brasilien-Party im Papiersaal im Sihlcity feierlich eröffnet. Das detaillierte Filmprogramm wird zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben.


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