Dokumentarfilmwettbewerb D/A/CH komplett

27. August 2013

Das 9. Zurich Film Festival kündigt seine Wettbewerbsfilme in der Reihe Dokumentarfilmwettbewerb D/A/CH an. Darunter sechs Filme als Weltpremiere!

 

DER BAUER BLEIBST DU von Benedikt Kuby


In DER BAUER BLEIBST DU porträtiert Benedikt Kuby den 82-jährigen Bergbauern Heinz Wanner. Seit 40 Jahren bewirtschaftet er seinen Hof allein und nach alter Väter Sitte. Die Aussicht, dass mangels Nachkommen die 10-Generationen-Erbfolge auf dem Wannerhof endet, raubt ihm den Schlaf. So schaut sich der kauzige Mann im Dorf nach einem Nachfolger um – und findet ihn im 20jährigen Johannes.


WER IST THOMAS MU?LLER von Christian Heynen

 

Thomas Müller ist 45 Jahre alt und katholisch, hört täglich 28 Minuten Musik, hat 117-mal Sex im Jahr und lebt in einer 90-Quadratmeter-Wohnung. Der statistisch errechnete Durchschnittsdeutsche ist natürlich ein Konstrukt. Aber wer sind die Menschen, die hinter dem häufigsten Namen Deutschlands stecken. Und wie viel Thomas Müller steckt in jedem? Christian Heynens Road-Movie mit komödiantischem Einschlag hat die Antworten.


NEULAND von Anna Thommen

Aus Afghanistan, Kamerun, Serbien oder Venezuela – per Flugzeug, Zug, Bus oder Gummiboot. Sie haben weite Wege hinter sich, die neuen Schüler und Schülerinnen der Integrationsklasse Basel. Von einer besseren Zukunft träumend sind sie in die Schweiz gereist. Lehrer Zingg hat dabei immer nur das eine Ziel vor Augen: Den durch Schicksalsschläge traumatisierten Menschen einen beruflichen Einstieg zu ermöglichen. Doch je näher das Schulende rückt, desto quälender stellt sich für die jungen Migranten die Frage: Gibt es überhaupt einen Platz für mich in diesem Land?


NAN GOLDIN - I REMEMBER YOUR FACE von Sabine Lidl

Das Œuvre der New Yorker Photographin Nan Goldin prägen ebenso intime wie offenherzige Zeugnisse des Lebens und der Liebe – provozierend, erreged und erschütternd. Es sind sehr persönliche Bilder, denn gemäss Goldins Überzeugung lässt sich Privates und Berufliches nicht trennen. Sabine Lidls einfühlsames Porträt der charismatischen Amerikanerin gibt Einblick in eine Künstlerexistenz wie sie im Buche steht.


DAS ERSTE MEER von Clara Trischler

Das Meer ist gerade mal 40 Kilometer von ihrem Zuhause im Westjordanland entfernt. Für Wafaa und Raneen ist es jedoch unerreichbar; die Grenze zu Israel ist geschlossen. Eine israelische Friedensaktivistengruppe organisiert einen Ausflug an den Strand von Tel Aviv. Wafaa freut sich auf den ersten Besuch in Israel, Raneen aber geht nicht mit, denn sie will keiner Einladung jener folgen, die das Land ihrer Familie besetzen. Mit neugierigem Blick führt uns die Dokumentation die Probleme der israelischen Siedlungspolitik vor Augen, aber auch Widersprüche propalästinensischer Projekte.


DIE FAMILIE von Stefan Weinert

„Zwei Jahre auf Bewährung. Für einen Todesschützen. Das ist doch was!?“, so die Mutter eines der 136 Opfer, die an der deutsch-deutschen Grenze den Tod fanden. Während die Täter kaum zur Rechenschaft gezogen wurden, leiden die betroffenen Angehörigen bis heute. FAMILIE gibt den Betroffenen Gesicht und Stimme und macht damit ein dunkles Kapitel aus dem Kalten Krieg schmerzlich konkret.


JOURNEY TO JAH von Noël Dernesch und Moritz Springer

Vor Jahren kehrten sie Europa den Rücken und brachen – auf der Suche nach einer neuen spirituellen Heimat und musikalischer Inspiration – nach Jamaika auf. Der Kölner Gentleman und der Sizilianer Alborosie sind zwei der bekanntesten europäischen Reggae-Musiker. In JOURNEY TO JAH nehmen sie uns mit auf eine Reise nach Jamaika, zu ihren musikalischen Freunden und den Wurzeln der Rastafari-Kultur. Die Dokumentation wirft einen ungefilterten Blick auf ein Jamaika fernab von Karibiktraum und Touristenidylle.

SERVICE INBEGRIFFE von Eric Bergkraut

Wirtinnen, Stammgäste, Passanten: Die Beiz, ein öffentliches Wohnzimmer – und vieles mehr. Ort der Zuflucht und des Absturzes, des Tiefsinns und des Leerlaufs. Eric Bergkraut nimmt uns mit auf eine erhellende Reise, zu lauter Örtlichkeiten, die den (Normierungs-)Zwängen der Globalisierung (noch) widerstehen: An den Rand von Zürich, ins Val de Travers, nach Biasca und in die Hundwilerhöhi im Appenzellischen, wo die Mutter der Nation wirtet.


Jury Deutscher Dokumentarfilmwettbewerb

Den Vorsitz der dreiköpfigen Jury bildet Jurypräsident Markus Imhoof, welcher zu den vielfach ausgezeichneten Doyens der Schweizer Filmszene zählt. Weiteres Jurymitglied ist die in Zürich geborene profilierte Fernsehreporterin, Dokumentarfilmerin und Dozentin Sabine Gisiger. Als Ko-Autorin des mit dem Schweizer Filmpreis ausgezeichneten DO IT erregte sie internationales Aufsehen. Den letzten Teil des Trios bildet Tizza Covi. Seit 1996 gemeinsam mit Rainer Frimmel an Projekten in den Bereichen Fotografie, Theater und Film.


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