Jury Deutschsprachiger Spielfilmwettbewerb

 

Jessica Hausner, Regisseurin und Drehbuchautorin

Jessica Hausner

Jessica Hausner, 1972 in Wien geboren, studierte Psychologie, dann Regie an der dortigen Filmakademie. 1996 realisierte sie ihren ersten Kurzfilm FLORA. Damit  gewann sie nebst weiteren Preisen einen Pardino am Filmfestival Locarno. Ihr halbdokumentarischer Diplomfilm INTER-VIEW errang 1999 den Prix du Jury der Cinéfondation beim Filmfestival Cannes. Internationale Aufmerksamkeit erregte Jessica Hausner 2001 mit LOVELY RITA, einer beeindruckenden Studie über die alltägliche Beziehungslosigkeit. Mit HOTEL (2004) wagte sie sich ins Genre des Psychothrillers. 2009 erhielt sie für ihren Film LOURDES eine Einladung in den Wettbewerb der 66. Filmfestspiele von Venedig und wurde mit dem renommierten FIPRESCI-Preis ausgezeichnet. Auf der 47. Viennale erhielt sie für LOURDES zudem den Preis für den besten Spielfilm. 1999 hatte Jessica Hausner die Wiener Filmproduktionsfirma coop99 mitbegründet.

Christof Neracher, Produzent

Christof Neracher

Christof Neracher, Jahrgang 1970, ist Geschäftsführer und Mitinhaber von Hugofilm. Die Produktionsfirma zählt seit dem internationalen Erfolg von Fredi M. Murers Spielfilm VITUS (2006) zu den Hoffnungsträgern der Schweizer Filmbranche. Als Produzent engagierte sich Neracher u.a. bei Pipilotti Rists PEPPERMINTA (2009), Bettina Oberlis TANNÖD (2009) und Men Lareidas JO SIFFERT – LIVE FAST, DIE YOUNG (2005). Seine Karriere begonnen hatte Neracher als freiberuflicher Beleuchter. Anschliessend war er vier Jahre lang Produktionsleiter im Event- und Theaterbereich, bevor er 2000 ein zweijähriges Nachdiplomstudium in Management, Finanzen und Organisation absolvierte. 1999 bis 2000 war er für die Expo.02 tätig. 2006 nahm er als „Producer on the move“ am Filmfestival Cannes teil. Neracher ist Mitglied des Stiftungsrat von Swiss Films und Vorstandsmitglied von ACE (Ateliers du Cinéma Européen).

Christoph Schaub, Regisseur

Christoph Schaub

Der 1958 in Zürich geborene Christoph Schaub war Mitglied des Videoladens Zürich und Gründungsmitglied der Dschoint Ventschr AG. Von 1996 bis 2004 unterrichtete er Realisation im Studienbereich Film/Video an der Höheren Schule für Gestaltung und an der F+F Zürich. An der Expo.02 betreute er als künstlerischer Leiter die Ausstellung ONOMA. Schaub war Vizepräsident des Verbands Filmregie und Drehbuch und Mitglied im Ausschuss des Schweizerischen Filmzentrums. Seit 2005 ist er Mitglied des Stiftungsrats der Zürcher Filmstiftung. Schaub hat das Quartierkino Morgental mit initiiert und war an der Gründung der Kinos RiffRaff (Zürich) und Bourbaki (Luzern) beteiligt. Das Publikum kennt Christoph Schaub als Regisseur von GULIAS VERSCHWINDEN (2009), JEUNE HOMME (2006) und STERNENBERG (2004). Die Filme lösten im In- und Ausland bei den Zuschauern wie auch in den Medien ein sehr positives Echo aus.

Frieder Wittich, Regisseur, Drehbuchautor

Frieder Wittich

Der 1974 in Stuttgart geborene Frieder Wittich verdiente seine Sporen bereits vor dem Abitur als Kameraassistent bei SAT.1 ab. Für das ZDF und SAT.1 war er als Co-Autor von Krystian Martinek im Fensehspiel-Bereich tätig und schrieb bei der Krimiserie EIN STARKES TEAM am Drehbuch mit. 2005 schloss Wittich sein Regie-Studium an der Hochschule für Fernsehen und Film München ab. Er realisierte Werbefilme für DaimlerChrysler, Swisscom und McDonald’s. Mit der Studentenkomödie 13 SEMESTER (2009) feierte Wittich sein am letztjährigen Zurich Film Festival stark beachtetes Kinodebüt. Seine Kurzfilme MOSQUITO (1999) und OPUS (2002)wurden in Bayreuth und Bamberg sowie  am Arizona International Film Festival ausgezeichnet. Bereits 2004 hatte Wittich u.a. den Porsche Award, den Kurz & Schön Award, den First Steps Award sowie zweimal Gold am Internationalen Werbefilmfestival Spotlight erhalten.

Johanna Wokalek, Schauspielerin

Johanna Wokalek

Die Absolventin des Reinhardt-Seminars  gab 1996 ihr Theaterdebüt in  „Alma – A Show Biz ans Ende“ unter der Regie von Paulus Manker, das später mit ihr fürs Fernsehen verfilmt wurde. Seither war Johanna Wokalek in verschiedensten Bühnenproduktionen zu sehen und wurde dafür 1999 mit dem Alfred-Kerr-Darstellerpreis ausgezeichnet.  Auch als Filmschauspielerin ist Wokalek äusserst beschäftigt. Sie debütierte 1998 in Max Färberböcks AIMÉE UND JAGUAR. 2003 wurde sie für ihre bewegende Darstellung der Lene in HIERANKL mit dem Bayerischen Filmpreis ausgezeichnet, 2006 fonge der Adolf-Grimme-Preis. In Uli Edels DER BAADER MEINHOF KOMPLEX (2007) übernahm sie die Rolle RAF-Terroristin Gudrun Ensslin und heimste dafür den Bambi als Schauspielerin National ein.  2008 war sie in Sönke Wortmans DIE PÄPSTIN zu sehen, im Fernsehen in Rollen bei „Tatort – Der tote Chinese“ und „Bella Block – Blackout“.